Intensives Hack-and-Slash-Abenteuer mit fesselnder Handlung und Multiplayer-Option
Intensives Hack-and-Slash-Abenteuer mit fesselnder Handlung und Multiplayer-Option
Bewertung (27 Stimmen)
Programm-Lizenz Zahlung
Hersteller Deep Silver
Läuft unter Windows
Bewertung
(27 Stimmen)
Hersteller
Deep Silver
Läuft unter
Windows
Programm-Lizenz
Zahlung
Vorteile
- Spaßiger Koop-Modus für bis zu vier Spieler
- Direkte, flüssige Steuerung
- Abwechslungsreiche Charakterklassen
- Solide Grafik und stimmungsvolle Umgebungen
Nachteile
- Wenig Abwechslung in Leveln und Gegnerdesign
- Linearer Aufbau, keine offene Welt
- Flacheres Rollenspielsystem im Vergleich zu Vorgängern
- Humor und Dialoge nicht jedermanns Sache
Actionlastiges Hack-&-Slay im Sacred-Universum, fokussiert auf Koop-Spiel.
Neuer Kurs: Von Open World zu linearem Actionspiel
Sacred 3 schlägt einen deutlich anderen Weg ein als seine Vorgänger. Während die ersten Teile der bekannten Action-Rollenspielreihe großen Wert auf eine offene Welt legten und Spieler mit zahlreichen Nebenaufgaben und Erkundungsmöglichkeiten verwöhnten, präsentiert sich der dritte Teil als reinrassiges Level-basiertes Hack-&-Slay. Die offene Spielwelt wurde zugunsten einer Abfolge klar abgesteckter Arenen und Missionen aufgegeben. Dadurch entsteht eine Fokussierung auf schnelle Kämpfe und ständige Action, was das grundlegende Spielerlebnis von Grund auf verändert.
Story und Inszenierung mit klassischem Fantasy-Charme
Die Handlung bietet klassisches Fantasy-Flair ohne Überraschungen: Der finstere Lord Zane des Ashen Empires will ein legendäres Artefakt, das Herz Ancarias, an sich reißen. Eine Gruppe unterschiedlichster Helden muss dies verhindern, was die Story als übliches Gut-gegen-Böse-Szenario präsentiert. Zwar punktet die Geschichte nicht mit Innovation, wird jedoch von aufwändiger Inszenierung, zahlreichen Dialogen und gelegentlich eingestreutem Humor begleitet. Der Humor ist Geschmackssache. Manche Sprüche wirken erfrischend, andere wiederum bemüht und aufgesetzt.
Charaktervielfalt und kooperativer Fokus
Spieler können aus vier Helden wählen, die allesamt unterschiedliche Spielstile und Spezialfähigkeiten mitbringen: Krieger, Bogenschütze, Schwertkämpferin und Lancer. Gerade im Koop-Modus mit bis zu vier Menschen entfaltet sich das Spielprinzip. Die Unterschiede der Charaktere eröffnen taktische Möglichkeiten, durchdachtes Teamplay wird belohnt. Verschiedene Skills, Aufwertungen und magische Gegenstände sorgen für Abwechslung und motivieren zum Ausprobieren verschiedener Kleinkombinationen. Besonders lokal am PC, aber auch online, macht das kooperative Zusammenspiel Laune und gleicht so manche Monotonie im Leveldesign aus.
Gameplay: Schneller Hack-&-Slay ohne Tiefgang
Der Spielfluss ist rasant, direkte Steuerung per Gamepad funktioniert problemlos. Bewegungen sind präzise, Angriffe fühlen sich wuchtig an. Während die ersten Stunden noch vielfältige Gegner und Umgebungen bieten, wiederholen sich Abläufe und Gegnertypen jedoch recht bald. Standardgegner und Bosskämpfe wechseln sich ab, taktische Tiefe bleibt trotz unterschiedlicher Charaktere überschaubar. Der klare Fokus auf Nahkampf-Action und kurze, abgeschlossene Level hält das Spielgeschehen zugänglich, sorgt aber langfristig für wenig Variation.
Technik und Präsentation
Grafisch überzeugt Sacred 3 in seinem gewählten Szenario: Detaillierte Areale, liebevoll gestaltete Effekte und eine solide Soundkulisse sorgen für dichte Atmosphäre. Besonders positiv fällt auf, wie dynamisch und abwechslungsreich die Kamera durch verschiedene Blickwinkel und kurze Zwischensequenzen arbeitet. Einige Details bei Animationen gehen durch die Distanzperspektive etwas verloren. Die Sprachausgabe variiert in der Qualität. Insbesondere die vielen One-Liner sorgen nicht immer für Lacher, sondern oft für Stirnrunzeln.
Fazit
Sacred 3 trennt sich radikal von den Wurzeln der Reihe. Wer ein komplexes Rollenspiel oder Freiheit sucht, wird enttäuscht. Allerdings punktet das Spiel mit kurzweiliger Coop-Action, zugänglicher Steuerung und solider Technik. Für Fans von unkomplizierten Hack-&-Slay-Erfahrungen, die gerne gemeinsam mit Freunden spielen, ist Sacred 3 einen Blick wert. Wer jedoch Innovation im Genre oder erzählerische Tiefe erwartet, sollte seine Erwartungen zügeln.
Vorteile
- Spaßiger Koop-Modus für bis zu vier Spieler
- Direkte, flüssige Steuerung
- Abwechslungsreiche Charakterklassen
- Solide Grafik und stimmungsvolle Umgebungen
Nachteile
- Wenig Abwechslung in Leveln und Gegnerdesign
- Linearer Aufbau, keine offene Welt
- Flacheres Rollenspielsystem im Vergleich zu Vorgängern
- Humor und Dialoge nicht jedermanns Sache